Monday 2 february
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07:20
Was für eine verwirrende Zeit...
So vieles passiert auf einmal, was sich wohl, wie es scheint, die ganze Zeit aufgeschoben hat, ohne dass ich was davon gemerkt habe. Tja, du kannst nicht vor deinem eigenen Schatten fliehen, er
holt dich doch irgendwann ein.
Was ich falsch gemacht habe? Mein Fehler war, nichts zu machen und zuzuschauen: Wie eine Zecke, die auf einen Blatt sitzt und wartet, dass das Leben an Ihr vorbei läuft und sie darauf springen
kann, wie meine Mutter immer so schön sagt.
Jetzt muss ich ein radikaler Schnitt machen, sagt mir mein Verstand (die Logik leuchtet mir ein). Wie wirst du es wohl verkraften, erwidert mein Herz. Wenn ich ehrlich sein will, fühlt sich wieder
irgendjemand auf den Schlips getreten, genauso wie, wenn ich nichts sage oder mache. Also ist es im Grunde egal, was ich sage und mache. Zu der Erkenntnis sind wohl schon viele gekommen, ich schon
einige Male und trotzdem will ich immer wieder die Anderen verschohnen, was doch überhaupt gar nichts bringt, weil mir der Dolch im Rücken so oder so sicher ist.
Heißt es nicht geben und nehmen? Ich habe da wohl was falsch verstanden. Denke ich, dass ich nur gebe, obwohl ich nur nehme, mmhh... Oder ist das wieder so eine verdammt verquerte Welt? Menschen
sind mir ein Rätsel.
Ich stecke mir jetzt Ziele: Persönliche, berufliche, allgemeine Ziele. Ich muss doch mit meinem Leben klar kommen, kein anderer. Ich lege soviel Wert auf andere, denke ich, aber das stimmt nicht,
wieder eine Illusion, denn es war bis jetzt wohl nur Desinteresse. Desinteresse, warum dieses Wort (ich müsste es jetzt hier erklären, aber da werde ich bestimmt falsch verstanden). Ich werde
vorsichtiger mit meinen Aussagen, weil ich mich wahrscheinlich falsch ausdrücke. Ich kann nicht frei in meinen Gedanken sein, außer ich äußere sie nicht. Aber dadurch halte ich mich selber
gefangen.
Die Grundlagen müssen erstmal funktionieren. Dann kann ich vielleicht daran denken, weiterzumachen. Aber ohne Grundlagen habe ich kein Fundament auf das ich aufbauen kann. Also Fundament schaffen
(Punkt 1). Einfacher gesagt, als getan. In mir kocht alles, wütend, verzweifelt, hilflos, dumm, so fühle ich mich. Jo, ich bin nichts, ich kann nichts, ich will noch was werden. Langsam nervt das
nicht nur, dass ich so verklemmt reden muss!!! Ja, wer ist mal wieder damit gemeint (an die, die mich kennen), fühlt Ihr euch angesprochen? Boah, nimmt nicht immer alles so persönlich! Wenn
es persönlich ist, dann werde ich es sagen! Ich habe schon wieder viel zulange geschwiegen und runtergeschluckt. Jetzt ist es schon wieder so tief verdrängt, dass ich es nicht mehr heraus holen
kann.
Ich kann es nicht! Es ist einfach weg und trotzdem koche ich. Man, ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen will! Kleiner zynischer Scherz am Rande.
Rücksicht nimmt man dann, wenn man ehrlich ist und dem anderen eine Chance gibt, zu reagieren und nicht, wenn man ihm die Möglichkeit verwehrt. Bevor ich hier wieder missverstanden werde, höre ich
lieber auf.
Ich habe lange nachgedacht, ob ich diesen Text überhaupt veröffentlichen soll, weil es doch für jeden anderen bestimmt falsch zu verstehen ist. Aber ich würde gerne mal wissen, wie andere meine
Gedanken verstehen, wie die Nachicht ankommt und was ich überhaupt damit vermittel. Ich bin im Moment wiedermal so vernagelt im Kopf, dass es für mich kaum aushaltbar ist. Es zerreißt mich. Ich
habe hier extra keine Hintergründe genannt und es versucht, abstrakt zu halten, was dazu führt, dass man als Leser bestimmt verwirrt ist.
Ich musste es aber mal aufschreiben, weil ich sonst ersticke und im Moment kann ich irgendwie nicht darüber reden, weil es mir sonst im Halse stecken bleibt...