Allein
Dieses Wort verfolgt mich schon mein ganzes Leben lang. Ich habe das Gefühl, schon immer alleine im Herzen gewesen zu sein. Gefangen in einer Menschenmenge, die mir die Luft abschnürt. Manchmal habe ich schlimme Tage, so wie heute, wo ich nicht schlafen kann. Dann seniere ich. Soviele Menschen wollten an meinen Leben teilhaben, aber ich ließ es nicht zu, weil ich es nicht konnte. Heute fällt es mir immernoch schwer, da ich immer wieder, zwar in immer längeren Abständen, mich verschließe und alles abblocke. Das ist wie ein Automatismus, ein Zwang.Aber ich bin eine Kämpfernatur! Aufgeben ist einfach nicht, ich kann es nicht, obwohl ich mir das manchmal schon gewünscht habe. Dann tut es wenigstens nicht mehr weh. Der Nachteil wäre bloß ein grausames Leben in einer leeren Hülle aus Fleisch. Neee, das ist nichts für mich und wird es auch nie sein. Rückschläge sind nunmal dazu da, um wieder daran erinnert zu werden, wofür man kämpft! Man kann es nicht vermeiden und es gehört zum Leben dazu, sonst macht man ja keine Erfahrungen. Erfahrungen, positiv wie negativ bringen uns in irgendeiner Weise voran und haben einen Sinn, auch wenn wir es in dem Moment nicht sehen.
Diese seelische Kälte verdrängt alle Gefühle. Es ist einfach nur ekelhaft. Man ist ein Schatten seiner selbst. Komm doch mal endlich raus, Herz! Trau dich doch mal. Du hast schon soviel erlebt, was dich gebrochen hat und trotzdem hast du noch Hoffnung. Du hast keinen an dich ran gelassen, weil du es nicht kannst? Nicht willst? Beides?
Nicht alles ist verloren. Vertraue dir selbst! Vertraue anderen! Wenn du brichst, flicke die Narben. Dein Körper hat schließlich auch welche, eine hat dir sogar das Leben gerettet! Sehe es positiv! Narben gehören zur Persönlichkeit. Jeder hat sie.
So Eingenmotivation abgeschlossen.... So kann ich es immer wieder lesen und in meine Erinnerung rufen, wenn ich es einmal vergessen habe.
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